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Aktuelles, Diskussionen
mit PolitikerInnen |
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Erneute offene Briefe an
BK Dr. Schüssel, die österreichische Bundesregierung und die
österreichischen EU Abgeordneten!
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Zeitraum - Jänner 2005 bis dato - überschneidet sich etwas mit
Brief-Runde
1
eMail vom 11.
Februar 2005 und Antworten
eMail Anfangs März
2005 und Antworten
Haltung der österr. Bundesregierung
eMail 05. Juni 2005
und Antworten
eMail 15. Juni 2005
und Antworten |
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Mein
eMail vom 15. Juni 2005 und Antworten |
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Benachrichtigung über die Ablehnung durch das Europäische Parlament. |
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Von: Maria Berger
[maria.berger@europerg.co.at]
Gesendet: Donnerstag, 07. Juli 2005 11:30
An: fritz@stockhammer.at
Sehr geehrter Herr Stockhammer!
Betreffend Ihrer Anfrage zur
Softwarepatentrichtlinie darf ich Sie informieren, dass das Europäische
Parlament in der gestrigen Abstimmung mit einer großen Mehrheit von 648
Stimmen den Gemeinsamen Standpunkt des Rates abgelehnt hat – somit wurde
das Gesetzgebungsverfahren beendet und es kommt zu keiner Neuregelung
auf diesem Gebiet.
Wir Europäischen Sozialdemokraten waren bis zuletzt bemüht, den
Gemeinsamen Standpunkt durch Änderungsanträge zu entschärfen, um die
kleinen und mittleren Software-Entwickler zu schützen. Leider war es
nicht möglich, hierfür eine qualifizierte Mehrheit zu gewinnen.
Keine Regelung im Bereich der Softwarepatente
ist besser als eine Gesetzgebung, die ungehemmte Patentierbarkeit von
Software auf Dauer ermöglicht. Wir haben uns um Ihre Anliegen bemüht und
die Ablehnung der Richtlinie als einzig richtigen Schritt zur Vertretung
Ihrer Interessen gesehen.
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Maria Berger
im Namen der SPÖ-Abgeordneten zum Europäischen Parlament |
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MessageVon: KARAS
Othmar ASSISTANT2 [okaras-assistant2@europarl.eu.int]
Gesendet: Mittwoch, 06. Juli 2005 15:14
Betreff: FW: Karas begrüßt harte Entscheidung
in Softwarestreit
Anlagen: Software2 PD.pdf;
speech Karas.pdf [beide
Dokumente wurden von mir auf PDF konvertiert]
Im Auftrag von Mag. Karas darf ich anbei seine heutige Presseaussendung
zur Abstimmung über die Richtlinie über computerimplementierte
Erfindungen an Sie weiterleiten.
Entsprechen der gestern von Mag. Karas
im Plenum geforderten Ablehnung des Gemeinsamen Standpunktes (siehe
Anhang), wurde der Gemeinsame Standpunkt des Rates mit 648 gegen 14
Stimmen (18 Enthaltungen) heute vom Europäischen Parlament abgelehnt!
Mit besten Grüßen,
Mag. Michaela Gutmann, LL.M.
Assistant to MEP Othmar Karas |
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Dankschreiben für die Antworten -
Fr. RESETARITS Karin, Fr.
SCHIERHUBER Agnes,
Fr. Eva Lichtenberger, Fr. PRETS
Christa, Fr. Dr. Berger, Hr. Mag. KARAS Othmar |
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Von: Friedrich Stockhammer [fritz@stockhammer.at]
Gesendet: Mittwoch, 15. Juni 2005 08:58
An: Karin RESETARITS (kresetarits@europarl.eu.int); 'SCHIERHUBER Agnes';
Eva LICHTENBERGER (eva.lichtenberger@gruene.at); Christa PRETS
(cprets@europarl.eu.int); Othmar KARAS (okaras@europarl.eu.int); Maria
Berger (maria.berger@europerg.co.at)
Cc: 'Friedrich Stockhammer'
Betreff: Quo Vadis - Software-Patente?
Sehr geehrte Frau Resetarits, sehr geehrte Frau Schierhuber, sehr
geehrte Frau Lichtenberger, sehr geehrte Frau Prets, sehr geehrte Frau
Dr. Berger, sehr geehrter Herr Mag. Karas,
ich danke Ihnen für Ihre Antworten - ich danke Ihnen auch für Ihre
kritische Haltung zur Einführung der Software-Patente.
Ich bin etwas verunsichert zur Haltung anderer politischer Gremien -
Beispiele:
* Nach Medienberichten befürwortet auch die österr. Bundesregierung die
Software-Patente.
* Die deutsche Bundesregierung übt starken Einfluss auf ihre EU
Abgeordnete den Vorschlag des EU-Rats / der EU-Kommission zuzustimmen.
* Den Meldungen von "Heise News -
http://www.heise.de/newsticker/" und einiger NGO's wie z.B.
http://www.softwarepatente.com/ und
http://patinfo.ffii.org/ wollen
der EU-Rat / die EU-Kommission entgegen dem Beschluss des EU-Parlaments
die Patentierbarkeit von Software auf jeden Fall einführen. Dies scheint
schon beschlossene Sache zu sein.
Eine Übersicht rund um das Thema Softwarepatente finden Sie auch unter
http://patinfo.ffii.org/heise.html wo viele Pressemeldungen
aufgelistet sind. Dem Anschein nach, ist man auch in der USA nicht mit
der jetzigen Regelung zufrieden, zumal sich Fälle häufen bei denen reine
"Verwertungs-Gesellschaften" Patente zusammenkaufen und "Übeltäter" mit
Prozessen überhäufen. Leider wehrt sich die Lobby der US Großkonzerne
gegen eine Entschärfung der US Patent-Gesetzgebung.
Laut einer Pressemeldung hat die Idee der Patentierbarkeit jeglicher
"Erfindungen" (wo auch die Software, Gentechnik - auch Gene = "Patent
auf Leben", etc. dazuzählen) den Ursprung in einer Übereinkunft der WTO.
Wenn dies stimmt so muss auch in diesen Gremium dem entgegen gewirkt
werde.
Wie schätzen Sie die Entschärfung der derzeitigen Lage ein? Wird die
Patentierbarkeit von Software trotz allen Widerstands eingeführt werden?
Oder beeinflusst die derzeitige EU Skepsis den Ausgang zum Positiven?
--
Mit freundlichen Grüssen - Yours sincerely
Friedrich Stockhammer , FS513795-NICAT
http://www.stockhammer.at/
Member of the WUG http://www.wug.at/ |
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Von:
Eva Lichtenberger [eva.lichtenberger@gruene.at]
Gesendet: Mittwoch, 15. Juni 2005 20:08
An: Friedrich Stockhammer
Betreff: Re: Quo Vadis - Software-Patente?
Die derzeitige Situation ist, dass keiner weiss, wie die EP-Abgeordneten
sich bei den Abstimmungen verhalten werden. Die Mehrheit der EPP
ist offensichtsich für die Patentierung, aber einige polnische
Abgeordnete und hoffentlich auch die meisten österr. MEPs weichen
von dieser LInie ab. Ich unternehme derzeit alles, zu einem guten
Ergebnis zu kommen und hoffe nach wie vor, dass wir mit einer sehr
knappen Mehrheit durchs Plenum kommen. Das ist allerdings nicht
sicher; die Gegenseite arbeitet derzeit mit allen ihnen zur
Verfügung stehenden Tricks, um Druck auf MEPs auszuüben.
Danke für Ihr Interesse und Ihr Engagement! (Ich hoffe, ich kann
aus Ihrer Mail entnehmen, dass die angegebenen öst. MEPs gegen die
Ratsposition stimmen werden!
Eva Lichtenberger |
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Mein eMail 05. Juni 2005 und
Antworten |
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Erneuter Brief Sonntag, 05. Juni 2005 und Antworten von
Fr. RESETARITS Karin, Fr.
SCHIERHUBER Agnes,
Fr. Eva Lichtenberger, Fr. PRETS
Christa, Hr. Mag. KARAS Othmar, Dr. Paul Rübig |
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Von: Friedrich Stockhammer [fritz@stockhammer.at]
Gesendet: Sonntag, 05. Juni 2005 09:40
An: Agnes SCHIERHUBER (aschierhuber@europarl.eu.int); Andreas MÖLZER
(a.moelzer@aon.at); Christa PRETS (cprets@europarl.eu.int); Eva
LICHTENBERGER (eva.lichtenberger@gruene.at); Hannes SWOBODA
(hannes.swoboda@spoe.at); Hans-Peter MARTIN (hpmartin@europarl.eu.int);
Harald ETTL (hettl@europarl.eu.int); Herbert BÖSCH (hboesch@europarl.eu.int);
Johannes Voggenhuber (jvoggenhuber@europarl.eu.int); Karin RESETARITS
(kresetarits@europarl.eu.int); Karin SCHEELE (kscheele@europarl.eu.int);
Maria Berger (maria.berger@europerg.co.at); Othmar KARAS (okaras@europarl.eu.int);
Paul RÜBIG (pruebig@europarl.eu.int); Reinhard RACK (rrack@europarl.eu.int);
Ursula STENZEL (ustenzel@europarl.eu.int)
Cc: 'Peter Rabl'; wolfgang.schuessel@oevp.at; SCHÜSSEL Wolfgang, BKA;
Alfred.Gusenbauer@spoe.at; 'friedrich.verzetnitsch@oegb.at'; 'burvie@cec.eu.int';
Christoph Leitl, WKO; 'Friedrich Stockhammer'
Sehr geehrte EU Abgeordnete!
In Anbetracht der jetzt aufgeflammten EU Grundsatzdiskussionen, bedingt
durch die Ablehnung der EU Verfassung, rate ich dringend die Positionen
der von EU Rat angestrebten Einführung von Softwarepatenten zu
revidieren!
Die Einführung der Softwarepatente gefährdet viele Arbeitsplätze in den
KMU's.
Wenn Sie eine europaweite Umfrage in allen Bereichen der Software
entwickelnden Firmen starten wird die Mehrheit sicher mit "Nein" zu
Softwarepatenten ausgehen. Die Haltung des EU Rats und die Vorgänge zur
Einführung der Softwarepatente widerspricht meinen
Demokratieverständnis.
Um den Menschen wieder Vertrauen in die EU Körperschaften zu vermitteln
ersuche ich Sie daher dringendst alles in Ihrer Macht zu tun um die
Einführung der Softwarepatente zu verhindern! Die europäischen
Bürgerinnen und Bürger werden es Ihnen danken!
Ich werde auch diesen Brief und Ihre Antworten auf meiner Homepage
http://www.stockhammer.at/netzpolitik/ unter "SWPAT - 2. Brief an
Dr. Schüssel und die österr. EU Abgeordneten - 3.Briefrunde"
veröffentlichen!
--
Mit freundlichen Grüssen - Yours sincerely
Friedrich Stockhammer , FS513795-NICAT
http://www.stockhammer.at/ |
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Von: RESETARITS Karin
[kresetarits@europarl.eu.int]
Gesendet: Montag, 06. Juni 2005 19:40
An: Friedrich Stockhammer
Betreff: RE:
Sehr geehrter Herr Stockhammer,
ich habe mich in den letzten Monaten intensiv mit der umstrittenen
geplanten Richtlinie auseinander gesetzt und werde den Ratsvorschlag
nicht unterstützen. Ich danke meiner Kollegin Eva Lichtenberger für Ihre
hervorragenden Informationsveranstaltungen zum Thema Softwarepatente im
Europäischen Parlament. Die Richtlinie in der geplanten Form kommt in
erster Linie den grossen Konzernen zugute sowie allen KMU`s, die mit
diesen Konzernen kooperieren. Unabhängige, kleine kreative Unternehmen
kämen jedoch massiv unter Druck.
Herzliche Grüsse
Karin Resetarits |
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on: SCHIERHUBER Agnes
[aschierhuber@europarl.eu.int]
Gesendet: Montag, 06. Juni 2005 21:33
An: Friedrich Stockhammer
Betreff: RE:
Sehr geehrter Herr Stockhammer,
wir verstehen Ihre Sorgen im Zusammenhang mir der
Softwarepatentrichtlinie und haben Ihre E-Mail an MEP
Othmar Karas, der für die
ÖVP-Delegation Verantwortliche in diesem Bereich, weitergeleitet.
Mit freundlichen Grüßen
Ulrike Raser
-------------------------------------
Büroleitung:
Dipl.-Ing. Ulrike Raser
MEP Agnes Schierhuber
Europäisches Parlament
60, rue Wiertz, 8F243
B-1047 Brüssel
Tel.: 0032/2/28 45741
Mobil: 0032/477/414 470
Fax: 0032/2/28 49741 |
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Von: Eva Lichtenberger
[eva.lichtenberger@gruene.at]
Gesendet: Montag, 06. Juni 2005 22:03
An: Friedrich Stockhammer
Betreff: Re:
herzlichen dank für ihr mail - sie können sicher sein, dass wir uns
gegen die patentierung von software einsetzen! Wir haben schon 2
grosse veranstaltungen im europ. parlament mit kritikern der
software-patentierung gemacht, damit auch unsere kollegInnen aus
den anderen fraktionen informationen abseits der grossen
lobbyisten von Confindustria, Siemens und so weiter erhalten.
patentierung von software schränkt innovation massiv ein, das haben uns
auch us-amerikanische gäste versichert, die deutlich gemacht
haben, dass man die büchse der pandora öffnen würde, wenn man der
ratsversion zustimmt!
Leider besteht aktuell die gefahr, dass unsere österr. regierung nun
umfällt und letztenendes doch zustimmt, wie ich zu meinem
erschrecken erfahren musste!
nun müssen die österreichischen klein- und mittelbetriebe mit allem
nachdruck der öst. regierung erklären, was sie für einen schaden
anzurichten drohen!
eva lichtenberger |
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Von: PRETS Christa
[cprets@europarl.eu.int]
Gesendet: Mittwoch, 08. Juni 2005 11:30
An: Friedrich Stockhammer
Betreff: RE:
Sehr geehrter Herr Stockhammer!
Vielen Dank für Ihre E-Mail. Als Mitglied des Kulturausschusses ist es
mir ein großes Anliegen, die schöpferische Freiheit und den maximalen
Umlauf von Ideen bis aufs Äußerste zu verteidigen. Die Entwicklung von
Kulturen geschieht seit jeher durch das Aufeinandertreffen von kreativem
Potential und dessen Fähigkeit sich auszubreiten. Das ist auch heute, im
Zeitalter der Computer und des Internet nicht anders.
Da der Informatiksektor ein entscheidender Faktor für wirtschaftliche,
aber auch kulturelle Expansion unserer Gesellschaft ist, der
unglaubliches, vor allem in Klein- und Mittelbetrieben angesiedeltes
Potential birgt, muss jeder Versuch der Reglementierung in diesem
Bereich mit äußerster Vorsicht und größtem Weitblick durchgeführt
werden.
Das Europäische Parlament hat schon in der ersten Lesung eine eindeutige
Position bezogen und wird auch in der zweiten Lesung alle Möglichkeiten
nutzen, um diese zu bekräftigen, sprich um zum Schutz der KMU gegen eine
Ausweitung der Softwarepatente aufzutreten. Patentierbarkeit darf nicht
zu Instabilität und unzähligen Streitfällen führen, die sich nur ganz
große Unternehmen leisten können.
Mit freundlichen Grüßen
Christa Prets, MdEP
Büro Christa Prets, MdEP
Europäisches Parlament
ASP 15 G 262
Rue Wiertz 60
B-1047 Brüssel
T.++32 2 28 47 591
F.++32 2 28 49 591
cprets@europarl.eu.int
www.christaprets.at |
|
Von: "KARAS Othmar"
<okaras@europarl.eu.int>
Datum: Tue, 14 Jun 2005 16:44:45
+0200
An: "Friedrich Stockhammer" <fritz@stockhammer.at>
Betreff: RE: CII
Sehr geehrter Herr Stockhammer!
Wie Sie wissen, habe ich keinen Grund meine, seit der parlamentarischen
Behandlung in der ersten Lesung eingenommene Haltung, zu ändern. Ich
darf hierzu auf meine Scheiben an Sie vom 11. März 2005 verweisen.
Für weitere Informationen besuchen Sie mich auf meiner Website
www.othmar-karas.at .
Mit besten Grüßen,
Othmar Karas
________________________________
Mag. Othmar Karas, M.B.L.-HSG
Mitglied des Europäischen Parlaments
Vizepräsident der EVP-ED-Fraktion
Europäisches Parlament, ASP 9E 264
Rue Wiertz 60
B-1047 Bruxelles
Tel.: +32 2 284 7627
Fax: +32 2 284 9627
okaras@europarl.eu.int
www.othmar-karas.at
.........................................................
Weitere Antworten von
Mag. Othmar Karas
11. März 2005
04. März 2005
05. Jänner 2005 |
|
Von:
RUBIG Paul [pruebig@europarl.eu.int]
Gesendet: Dienstag, 21. Juni 2005
10:55
An: fritz@stockhammer.at
Betreff: Computer Implemented
Inovations
Sehr geehrter Herr Stockhammer,
Vielen Dank für Ihren Brief zum Thema Computer Implemented Inovations,
Dr. Rübig hat diesen mit großem Interesse gelesen. In der ÖVP-Delegation
ist Herr Mag. Karas der Spezialist für diesen Bereich. Er wird (oder hat
bereits) Ihren Brief im Namen der Delegation beantworten.
Mit freundlichen Grüßen,
Alexander Rittmannsberger
Europäisches Parlament
Dr. Paul Rübig MdEP
ASP 8 F 171
Rue Wiertz 60
B-1047 Brüssel
Tel: 0032/2/284-7749
Fax: 0032/2/284-9749
pruebig@europarl.eu.int |
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Von:
Maria Berger [maria.berger@europerg.co.at]
Gesendet: Montag, 27. Juni 2005
11:38
An: fritz@stockhammer.at
Sehr geehrter Herr Stockhammer!
Vielen Dank für Ihr Schreiben vom 5. Juni. Als zuständige Koordinatorin
der SPE-Fraktion im Europäischen Parlament darf ich Ihnen mitteilen,
dass unser Berichterstatter Michel Rocard dem Rechtsausschuss
Änderungsanträge zum Gemeinsamen Standpunkt vorgelegt hat, die Ihren
Anführungen und Befürchtungen Rechnung tragen. Leider fand sich für die
meisten dieser Änderungsanträge keine Mehrheit.
Wir bereiten nun die Abstimmung für das Plenum vor und werden
Änderungsanträge einbringen, die auch in Ihrem Sinne sind und die die
Chance auf Zustimmung durch die erforderliche Mehrheit von 367
Abgeordneten haben.
Die entscheidende Abstimmung findet am 6. Juli
statt.
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Maria Berger MEP
im Namen der SPÖ-Abgeordneten zum Europäischen Parlament |
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Haltung
der österr. Bundesregierung |
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Aus der VIBE Mailing Liste ....
Betreff: Fwd: Schuessel / Gorbach / Bartenstein im Okt. 2004 zu Swpat
Dr. Gabriela Moser, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler
betreffend die Haltung der österreichischen Bundesregierung zur
Patentierung von „Computerimplementierten Erfindungen“ und geplante
Maßnahmen zur Minderung der Auswirkungen auf die benachteiligten
österreichischen Unternehmen (2103/J)
http://www.parlament.gv.at/pls/portal/url/page/PG/DE/XXII/J/J_02103/
28.10.2004 Anfragebeantwortung durch den Bundeskanzler Dr. Wolfgang
Schüssel in 2073/AB (XXII. GP)
http://www.parlament.gv.at/pls/portal/url/page/PG/DE/XXII/AB/AB_02073/
http://www.parlament.gv.at/pls/portal/docs/page/PG/DE/XXII/AB/AB_02073/FNAMEORIG_029158.HTML
Dr. Gabriela Moser, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für
Verkehr, Innovation und Technologie betreffend die Haltung der
österreichischen Bundesregierung zur Patentierung von
„Computerimplementierten Erfindungen“ und geplante Maßnahmen zur
Minderung der Auswirkungen auf die benachteiligten österreichischen
Unternehmen (2104/J)
http://www.parlament.gv.at/pls/portal/url/page/PG/DE/XXII/J/J_02104/
29.10.2004 Anfragebeantwortung durch den Bundesminister für Verkehr,
Innovation und Technologie Hubert Gorbach in 2076/AB (XXII. GP)
http://www.parlament.gv.at/pls/portal/url/page/PG/DE/XXII/AB/AB_02076/
http://www.parlament.gv.at/pls/portal/docs/page/PG/DE/XXII/AB/AB_02076/FNAMEORIG_029219.HTML
Dr. Gabriela Moser, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für
Wirtschaft und Arbeit betreffend die Haltung der österreichischen
Bundesregierung zur Patentierung von „Computerimplementierten
Erfindungen“ und geplante Maßnahmen zur Minderung der Auswirkungen auf
die benachteiligten
österreichischen Unternehmen (2108/J)
http://www.parlament.gv.at/pls/portal/url/page/PG/DE/XXII/J/J_02108/
29.10.2004 Anfragebeantwortung durch den Bundesminister für Wirtschaft
und
Arbeit Dr. Martin Bartenstein in 2079/AB (XXII. GP)
http://www.parlament.gv.at/pls/portal/url/page/PG/DE/XXII/AB/AB_02079/
http://www.parlament.gv.at/pls/portal/docs/page/PG/DE/XXII/AB/AB_02079/FNAMEORIG_029237.HTML |
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Mein eMail Anfangs März 2005
und Antworten |
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Antwort von
Christoph Leitl, WKO
Von: christoph.leitl@wko.at
Gesendet: Montag, 04. April 2005 16:00
An: fritz@stockhammer.at
Betreff: Ihre Mail vom 28. Februar 2005
Sehr geehrter Herr Stockhammer!
Vielen Dank für Ihr in Kopie an die Leitung der Wirtschaftskammer
Österreich adressiertes Email in obiger Angelegenheit, das ich mit
Interesse gelesen habe. Da Sie Interesse an meiner Einschätzung des
Richtlinienvorschlags über die Patentierbarkeit computerimplementierter
Erfindungen bekunden, möchte ich dazu folgende Anmerkungen machen:
Wie Sie wissen, beruht das auf Ebene der Europäischen Union laufende
Mitentscheidungsverfahren über den oben genannten Richtlinienvorschlag
auf einem Vorschlag der Europäischen Kommission von Februar 2002. Als
derzeit letzter Verfahrensschritt beschloss der Rat Anfang März 2005
einen gemeinsamen Standpunkt, sodass sich das Verfahren gegenwärtig im
Stand der zweiten Lesung im Europäischen Parlament befindet.
Der Richtlinienvorschlag diskutiert nicht ausschließlich den
Patentschutz für reine Software. Er beschäftigt sich auch mit
Patentschutz für computerimplementierte Erfindungen, also solchen, die
aus einem Softwareteil und einem darüber hinausgehenden technischen Teil
bestehen. Während ich Patentschutz für reine Software ablehne, muss nach
meiner Auffassung hinsichtlich des Patentschutzes für
computerimplementierte Erfindungen ein nuancierter Standpunkt
eingenommen werden.
Nach diesem sind computerimplementierte Erfindungen nur dann zu
schützen, wenn eine Neuerung im technischen Teil der
computerimplementierten Erfindung einen einschlägigen Beitrag zum Stand
der Technik bietet, der auf einem genügend substanziellen erfinderischen
Schritt beruht. Die in einer computerimplementierten Erfindung
enthaltene Software stellt dabei nie ihren technischen Teil dar.
Natürlich müssen zudem die allgemeinen Voraussetzungen der
Patentierbarkeit erfüllt sein.
Aufgrund dieser Forderungen wäre etwa Software, welche ohne Änderung
eines bestehenden Hardwaresystems dessen effizientere Nutzung
ermöglicht, nicht patentierbar. Hingegen wäre eine den allgemeinen
Voraussetzungen der Patentierbarkeit genügende Neuerung in einem
Hardwaresystem, welche mit einer Änderung der entsprechenden Software
einhergeht, als computerimplementierte Erfindung einer Patentierung
zugänglich.
Da mir in dieser Angelegenheit insbesondere das Wohl der kleinen und
mittleren österreichischen Unternehmen am Herzen liegt, muss auch bei
einer möglichen Patentierbarkeit computerimplementierter Erfindungen
sichergestellt sein, dass der Patentschutz die Interoperabilität
zwischen computerimplementierten Erfindungen und Software nicht
beschränkt. Zudem müssen kostengünstige und einfach zugängliche
Verfahren und Patentrecherchemöglichkeiten sowie ein effizientes
Rechtschutzsystem zur Verfügung stehen.
Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort gedient zu haben.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Christoph Leitl
--------------------------------------------------------
Präsident der Wirtschaftskammer Österreich
Wiedner Hauptstraße 63 I 1045 Wien
T +43 (0)5 90 900-4253 I F +43 (0)5 90 900-240
E christoph.leitl@wko.at I W http://wko.at
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Friedrich Stockhammer [mailto:fritz@stockhammer.at]
Gesendet: Montag, 28. Februar 2005 13:47
An: burvie@cec.eu.int
Cc: Friedrich Stockhammer; 'Maria Berger'; okaras@europarl.eu.int;
martin.bartenstein@oevp.at; othmar.horvath@bmwa.gv.at; leserbriefe@derStandard.at;
anfrage@oevp.at; Andrea.Deimel@bmwa.gv.at; 'Anne-Catherine Simon';
heike.trammer@fpoe.at; franz.grossmann@fpoe.at; hannes.swoboda@spoe.at;
jswoboda@europarl.eu.int; Karin.Scheele@spoe.at; sonja.kothe@spoe.at;
herta.straka@spoe.at; 'Rendl Andreas'; joerg.haider@fpoe-ktn.at; 'Team
ÖVP'; 'Herbert Boesch'; 'Harald Ettl'; Alfred.Gusenbauer@spoe.at;
jvoggenhuber@europarl.eu.int; 'Daniela Raschhofer'; fritz@stockhammer.at;
karl-heinz.grasser@bmf.gv.at; friedrich.verzetnitsch@oegb.at; Sutter
Regina, WKÖ Leitung
Betreff: Fwd: Entscheidung ueber Softwarepatente
Wichtigkeit: Hoch
Sehr geehrte Damen und Herren,
wie ich eben durch Bekannten aus dem Internet erfahren habe, soll die EU
Kommission entgegen dem Beschluss der EU Parlaments die Einführung der
Softwarepatente "durchwinken".
...ff... |
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Antwort von Othmar
Karas
SCW EU-Rat segnet umstrittene Richtlinie zu
Softwarepatenten ohne neue Debatte ab
Von: KARAS Othmar
[okaras@europarl.eu.int]
» MEP Mag.
Othmar Karas » Österreich » Europaparlament (Europäisches Parlament)
Gesendet: Freitag, 11. März 2005 10:40
An: Friedrich Stockhammer
Betreff: RE: SCW EU-Rat segnet umstrittene Richtlinie
zu Softwarepatenten ohne neue Debatte ab
Sehr geehrter Herr Stockhammer!
Als Ausschussmitglied in erster Lesung zu dem Richtlinienvorschlag
betreue ich innerhalb der ÖVP-Delegation diese Thematik. Ich beantworte
Ihre Anfrage daher gerne im Namen der Delegation.
Grundsätzlich ist eine Richtlinie, die die einheitliche Rechtsanwendung
durch Patentämter und Patentgerichte regelt, im Interesse eines
funktionierenden Binnenmarktes, zur Schaffung von Rechtssicherheit und
zur Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen zu begrüßen. Dies ist schon
alleine deshalb ein wichtiger Schritt, um der gegenwärtigen Praxis des
Europäischen Patentamts, welches bereits entgegen des Wortlauts des
Artikels 52 des Europäischen Patentübereinkommens nahezu 30.000 Patente
auf reine Software erteilt hat, einen Riegel vorzuschieben.
Nicht zuletzt wegen der zahlreichen engagierten Schreiben von
Betroffenen aus der Branche, bin ich mir der Problematik im Zusammenhang
mit einer möglichen Erteilung von Patenten auf computerimplementierte
Erfindungen durchaus bewusst.
Der im Europäischen Parlament sehr kontrovers diskutierte
Richtlinienentwurf zur Patentierbarkeit computerimplementierter
Erfindungen kam im Herbst 2003 zur Abstimmung im EP. Mit 40 Änderungen
hat das Europäische Parlament dem Gesetzesentwurf zugestimmt, jedoch
forderte das Parlament erhebliche Einschränkungen des zu weit reichenden
Kommissionsvorschlages. Insbesondere Vertreter österreichischer Klein-
und Mittelbetriebe fürchteten fatale Auswirkungen auf die heimische
Softwareindustrie, würde Standardsoftware künftig patentierbar gemacht.
Ich habe in dieser Phase massiv an der Überarbeitung der Richtlinie
mitgewirkt und dieser in der jetzigen Form zugestimmt, denn das
Parlament hat klar gemacht: Das US-amerikanische Modell der generellen
Patentierbarkeit von Software hat in Europa keine Chance. So dürfen laut
Parlamentsbeschluss Geschäftsmethoden, Algorithmen, reine Software sowie
Datenverarbeitung nicht patentiert werden. Für computergestützte
Erfindungen ist die Patentierbarkeit nur dann möglich, wenn sie einen
technischen Beitrag auf einem Gebiet der Technik leisten, welches als
"gewerbliches Anwendungsgebiet, das zur Erreichung vorhersehbarer
Ereignisse der Nutzung kontrollierbarer Kräfte der Natur bedarf"
definiert ist. Auch die Organisation von Daten auf einer Festplatte
(z.B. Komprimierungsprogramm) kann nicht geschützt werden.
Der vom Europäischen Parlament so modifizierte Entwurf ist gut geeignet,
die erforderlichen Grenzen zu ziehen und legt einen vernünftigen Rahmen
für die Patentierbarkeit computerimplementierter Erfindungen fest.
Der Rat hat am 7. März seinen Gemeinsamen Standpunkt zur
Softwarepatente-Richtlinie angenommen. Er hat damit einen politischen
Fehler begangen. Jetzt geht das vertragliche vorgesehene Prozedere nun
weiter: Es kommt im Europäischen Parlament zur zweiten Lesung und damit
zur Fortsetzung des Mitentscheidungsverfahrens. Und ohne Einigung mit
dem Parlament gibt es keine Richtlinie.
Im Mitentscheidungsverfahren, das auch bei dem Vorschlag für eine
Softwarepatente-Richtlinie angewandt wird, kann der Rat nur gemeinsam
mit dem Europaparlament entscheiden. Mit der Entschließung des
Gemeinsamen Standpunktes des Rates ist daher keine endgültige
Entscheidung getroffen worden. Der Rat hat sich aber über den erklärten
Willen des Europäischen Parlaments hinweggesetzt. Das wird die
Verhandlungen im Zuge der nun beginnenden zweiten Lesung nicht
vereinfachen. Dennoch: Diese Richtlinie kann es nur mit Zustimmung des
Europäischen Parlaments geben. Und unsere Zustimmung wird nur dann
erfolgen, wenn der Rat die Forderungen des Parlaments akzeptiert. Ich
bereits mehrfach in Anfragen an Rat und Kommission auf die unhaltbare
Position des Rates in dieser Frage hingewiesen und die Vorgangsweise des
Rates entsprechend kritisiert.
Aus dem bisherigen Verlauf des Gesetzgebungsprozesses wird deutlich,
dass es noch viele Unklarheiten, Frage und Probleme gibt. Unsere Aufgabe
ist es jetzt, diese mit Bedacht zu lösen, um sicher zu stellen, dass die
Ziele der Richtlinie erreicht werden, ohne der Softwarebranche einen
Schaden zuzufügen!
Mehr Informationen zur Richtlinie, u.a. die erwähnte Parlamentarische
Anfrage, finden Sie auf meiner Website
http://www.othmar-karas.at
Mit besten Grüßen
Othmar Karas
------------------------------------------------------------------------------
From: Friedrich Stockhammer [mailto:fritz@stockhammer.at]
Sent: 07 March 2005 16:10
To: maria.berger@europerg.co.at; BOESCH Herbert; ETTL Harald; KARAS
Othmar; MARTIN Hans-Peter; a.moelzer@aon.at; PRETS Christa; RACK
Reinhard; RESETARITS Karin; RUBIG Paul; SCHEELE Karin; SCHIERHUBER
Agnes; STENZEL Ursula; hannes.swoboda@spoe.at
Cc: Friedrich Stockhammer; burvie@cec.eu.int; Schüssel Wolfgang;
SCHÜSSEL, Wolfgang; martin.bartenstein@oevp.at; joerg.haider@fpoe-ktn.at;
Alfred.Gusenbauer@spoe.at; friedrich.verzetnitsch@oegb.at; Dr.Leitl
Subject: SCW EU-Rat segnet umstrittene Richtlinie zu Softwarepatenten
ohne neue Debatte ab
Importance: High
Sehr geehrte Damen und Herren,
Sie sind unsere gewählten österr. EU Abgeordnete! Ich sende Ihnen
hiermit nochmals ein eMail in dem ich meinen Ärger und Frust über den
Ablauf des "Durchwinkens" der Softwarepatente entgegen den Beschluss des
EU Parlaments durch die EU Kommission kundtue.
Die Ganze Abstimmung war ein politisches Schmieren-Theater höchsten
Ranges!!!!
.................. |
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Antwort von Karin
Resetarits
Von: RESETARITS Karin
[kresetarits@europarl.eu.int] Karin
Resetarits Europawahl 2004
Gesendet: Donnerstag, 10. März 2005 17:01
An: Friedrich Stockhammer
Betreff: Softwarepatente
S.g. Herr Stockhammer,
zur Debatte im Plenum am Dienstag. Mein Eindruck: Die überwältigende
Mehrheit der Abgeordneten, die sich gestern äusserten, sind gegen die
Richtlinie in der bestehenden Form und wollen, dass sie komplett
zurückgezogen oder zumindest grundlegend geändert wird.
Kommissar McCreevy
meinte dazu wörtlich "....wenn das
Parlament den Vorschlag ablehnt, wird das die Kommission achten."
Was heisst das nun? Bei einer zweiten Lesung im Parlament ist eine
qualifizierte Mehrheit nötig, d.h. 366 Abgeordnete müssen dem Vorschlag
zustimmen. Nach der gestrigen Sitzung bin ich mir fast sicher, dass der
Vorschlag diese Mehrheit nicht finden wird.
Herzliche Grüsse
Karin Resetarits |
|
Antwort von
Dr. Maria Berger - Abgeordnete zum
EU-Parlament
=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=
Von : BERGER Maria ASSISTANT <maberger-assistant@europarl.eu.int>
An : Friedrich Stockhammer <fritz@stockhammer.at>
Datum : Mittwoch, 09. März 2005, 12:06
Betreff: EU-Rat segnet umstrittene Richtlinie
zu Softwarepatenten ohne neue Debatte ab
Dateien: <none>
--====----====----====----====----====----====----====----====----====----===--
Sehr geehrter Herr Stockhammer,
vielen Dank für Ihre mail. Ich darf Ihnen versichern, dass das
Europäische Parlament nach der Entscheidung im Wettbewerbsrat nunmehr in
der zweiten Lesung alle legistischen Möglichkeiten nützen wird, um seine
Position aus der ersten Lesung zu bekräftigen und gegen eine Ausweitung
der Software-Patente aufzutreten. Entweder kommt es dann entsprechend
den Vorschlägen des Parlaments im Zuge eines Vermittlungsverfahrens zu
einer Einigung mit dem Rat oder der Richtlinienentwurf fällt. Es kann
beim europäischen Mitentscheidungsverfahren keine Richtlinie ohne die
Zustimmung des Europäischen Parlaments in Kraft treten.
Für weitere Informationen steht Ihnen mein Büro gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
MEP Dr. Maria Berger
Leiterin der SPÖ-Delegation im
Europäischen Parlament
ASP 15 G 346, Rue Wiertz 60
1047 Brüssel
Tel: 0032-2-2845721
Fax: 0032-2-2849721
-----Original Message-----
From: Friedrich Stockhammer [mailto:fritz@stockhammer.at]
Sent: 07 March 2005 16:10
To: maria.berger@europerg.co.at; BOESCH Herbert; ETTL Harald; KARAS
Othmar; MARTIN Hans-Peter; a.moelzer@aon.at; PRETS Christa; RACK
Reinhard; RESETARITS Karin; RUBIG Paul; SCHEELE Karin; SCHIERHUBER
Agnes; STENZEL Ursula; hannes.swoboda@spoe.at
Cc: Friedrich Stockhammer; burvie@cec.eu.int; wolfgang.schuessel@oevp.at;
'SCHÜSSEL, Wolfgang'; martin.bartenstein@oevp.at; joerg.haider@fpoe-ktn.at;
Alfred.Gusenbauer@spoe.at; friedrich.verzetnitsch@oegb.at; Dr.Leitl
Subject: EU-Rat segnet umstrittene Richtlinie zu Softwarepatenten ohne
neue Debatte ab
Importance: High
Sehr geehrte Damen und Herren,
Sie sind unsere gewählten österr. EU Abgeordnete! Ich sende Ihnen
hiermit nochmals ein eMail in dem ich meinen Ärger und Frust über
den Ablauf des "Durchwinkens" der Softwarepatente entgegen den
Beschluss des EU Parlaments durch die EU Kommission kundtue.
............ |
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Antwort von Karin
Resetarits
=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=
Von : RESETARITS Karin <kresetarits@europarl.eu.int>
An : Friedrich Stockhammer <fritz@stockhammer.at>
Datum : Montag, 07. März 2005, 17:53
Betreff: Softwarepatente - Einführung entgegen
den EU Parlamentsbeschluss!?
Dateien: <none>
--====----====----====----====----====----====----====----====----====----===--
Sehr geehrter Herr Stockhammer,
danke für Ihre Information. Haben gerade bei unserer Plenarsitzung in
Strassburg beschlossen, dass das Thema Software-Patente morgen
Nachmittag eingeschoben wird. Kommission wird Stellung nehmen, aber auch
die Ratsvertretung (hoffe ich!)
Halte Sie am laufenden!
LG
Karin Resetarits
-----Original Message-----
From: Friedrich Stockhammer [mailto:fritz@stockhammer.at]
Sent: 01 March 2005 13:57
To: maria.berger@europerg.co.at; BOESCH Herbert; ETTL Harald; KARAS
Othmar; MARTIN Hans-Peter; a.moelzer@aon.at; PRETS Christa; RACK
Reinhard; RESETARITS Karin; RUBIG Paul; SCHEELE Karin; SCHIERHUBER
Agnes; STENZEL Ursula; hannes.swoboda@spoe.at
Cc: Friedrich Stockhammer; burvie@cec.eu.int
Subject: Softwarepatente - Einführung entgegen den EU
Parlamentsbeschluss!?
Importance: High
Sehr geehrte Damen und Herren,
Sie sind unsere gewählten österr. EU Abgeordnete! Ich sende Ihnen
hiermit ein eMail in dem ich meinen Ärger und Frust über den Ablauf
des "Durchwinkens" der Softwarepatente entgegen den Beschluss des EU
Parlaments durch die EU Kommission kundtue.
Wie heute bei Heise und bei NoSoftwarePatents
http://www.nosoftwarepatents.com/de/m/intro/index.html
http://www.heise.de/newsticker/meldung/56890
zu lesen ist, besteht der Rat im Gegensatz zu einen Beschluss der
EU Parlaments auf die Einführung von Softwarepatenten!
.......... |
|
eMail von mir an
die PolitikerInnen
=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=
Von : Friedrich Stockhammer <fritz@stockhammer.at>
An: maria.berger@europerg.co.at, hboesch@europarl.eu.int, hettl@europarl.eu.int,
okaras@europarl.eu.int, hpmartin@europarl.eu.int, a.moelzer@aon.at,
cprets@europarl.eu.int, rrack@europarl.eu.int, kresetarits@europarl.eu.int,
pruebig@europarl.eu.int, kscheele@europarl.eu.int, aschierhuber@europarl.eu.int,
ustenzel@europarl.eu.int, hannes.swoboda@spoe.at
CC: burvie@cec.eu.int, wolfgang.schuessel@oevp.at, "'SCHÜSSEL,
Wolfgang'" <wolfgang.schuessel@bka.gv.at>, martin.bartenstein@oevp.at,
joerg.haider@fpoe-ktn.at, Alfred.Gusenbauer@spoe.at,
friedrich.verzetnitsch@oegb.at, Dr. Leitl <regina.sutter@wko.at>
Datum : Montag, 07. März 2005, 16:10
Betreff: EU-Rat segnet umstrittene
Richtlinie zu Softwarepatenten ohne neue Debatte ab
Dateien: <none>
--====----====----====----====----====----====----====----====----====----===--
Sehr geehrte Damen und Herren,
Sie sind unsere gewählten österr. EU Abgeordnete! Ich sende Ihnen
hiermit nochmals ein eMail in dem ich meinen Ärger und Frust über
den Ablauf des "Durchwinkens" der Softwarepatente entgegen den
Beschluss des EU Parlaments durch die EU Kommission kundtue.
Die Ganze Abstimmung war ein politisches Schmieren-Theater höchsten
Ranges!!!!
Denn wenn
- der Vertreter Dänemarks die Absetzung eines A-Punktes fordert,
- die Geschäftsordnung dafür eine Abstimmung vorsieht oder die
Forderung Dänemarks für eine Absetzung ausreicht,
- die Ratspräsidentschaft unter Hinweis auf ein "übliches
Procedere" eine Abstimmung oder Absetzung ablehnt,
- der Vertreter Dänemarks daraufhin seinen Antrag zurücknimmt,
muss man davon ausgehen, dass der Vertreter Dänemarks genau
wusste, was er tat.
Es ist nun Sache der demokratisch gesinnten Kräfte Europas,
darauf hinzuwirken, dass solche gefährlichen Komödianten von der
Bildfläche verschwinden.
UND WO WAREN DIE ÖSTERREICHISCHEN VERTRETER?????
TUN SIE BITTE ENDLICH ETWAS UM DIE UMSETZUNG DIESER FÜR DIE ÖSTERR.
KMU'S GEFÄHRLICHEN BESTIMMUNGEN ZU VERHINDERN!!!
Softwarepatente dienen vor allem nur den nicht EU Grosskonzernen und
Patent-Glücksrittern!
Lesen Sie bitte diesen Bericht als "Vorgeschmack" wohin dies führt:
http://www.zeit.de/2005/09/Patentj_8ager_neu
Dies war wahrlich ein "rabenschwarzer Tag" für die Demokratie in den
EU Gremien!!!!!
----------
http://www.heise.de/newsticker/meldung/57133
EU-Rat segnet umstrittene Richtlinie zu Softwarepatenten ohne neue
Debatte ab
Die EU-Minister haben nach langen Verzögerungen im Wettbewerbsrat
ihre wackelige und heftig umstrittene Position vom Mai zur Direktive
über die Patentierbarkeit "computerimplementierter Erfindungen" am
heutigen Montag abgenickt. Die luxemburgische Ratspräsidentschaft
hatte den Standpunkt am Freitag als so genannten A-Punkt auf die
Tagesordnung des Ministertreffens gesetzt. Derlei Einträge auf der
Agenda werden nach den Gepflogenheiten des Rates am Beginn einer
Sitzung einfach durchgewunken. EU-Mitgliedsländer können laut
Artikel 3, Absatz 8 der Geschäftsordnung des Ministerrates (PDF)
aber auch die Absetzung eines A-Punktes und eine neue Diskussion
darüber fordern. ...ff....
PS: Sie werden diesen offen Brief bald auf
http://www.stockhammer.at/netzpolitik/
finden! Ebenso Ihre Antworten!
--
Liebe Grüsse, best regards,
Friedrich Stockhammer mailto:fritz@stockhammer.at
http://www.stockhammer.at/
=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=- |
|
Antwort von Othmar
Karas
Von: KARAS Othmar [okaras@europarl.eu.int]
Gesendet: Freitag, 04. März 2005 11:52
An: Friedrich Stockhammer
Cc: STENZEL Ursula; RACK Reinhard; SCHIERHUBER Agnes; RUBIG Paul; SEEBER
Richard
Betreff: RE: Softwarepatente - Einführung entgegen den EU Parla
Kennzeichnung: Follow up
Kennzeichnungsstatus: Orange
Sehr geehrter Herr Stockhammer!
Als Ausschussmitglied in erster Lesung zu dem Richtlinienvorschlag
betreue ich innerhalb der ÖVP-Delegation diese Thematik. Ich beantworte
Ihre Anfrage daher gerne im Namen der Delegation.
In der Zwischenzeit hat das Europäische Parlament die Kommission
aufgefordert, den Richtlinienvorschlag zurückzuziehen und einen neuen
Vorschlag vorzulegen. Das Parlament wollte sich der Pattstellung im Rat
nicht ausliefern. Die Kommission ist an diese Aufforderung aber nicht
gebunden und hat erklärt, sie werde keinen neuen Vorschlag vorlegen,
sondern erwarte die formale Bestätigung der politischen Einigung des
Rates vom 18. Mai 2004. Nun liegt die weitere Vorgangsweise beim Rat.
Wie in meiner Parlamentarischen Anfrage am 8. Dezember 2004 zum Ausdruck
gebracht, sollte der Rat dabei die geänderte Situation in vielen
Mitgliedstaaten berücksichtigen. In der 2. Lesung, die danach beginnen
kann, hat das Parlament erneut die Möglichkeit seinen Standpunkt zu
formulieren. Eines ist dabei klar, Rat und Parlament können nur
gemeinsam eine Richtlinie beschließen.
Aus dem bisherigen Verlauf des Rechtsetzungsprozesses wird deutlich,
dass es noch viele Unklarheiten, Frage und Probleme gibt. Die gilt es
mit Bedacht zu lösen, um sicher zu stellen, dass die Ziele der
Richtlinie erreicht werden ohne der Softwarebranche einen Schaden
zuzufügen!
Weiters möchte ich auf die an Sie gerichtete Email vom 5.1.05 verweisen,
in der ich bereits zum Inhalt des Richtlinienvorschlages und zum
bisherigen Verlauf der parlamentarischen Arbeit Stellung genommen haben.
Mehr Informationen zur Richtlinie, u.a. die erwähnte Parlamentarische
Anfrage, finden Sie auf meiner Website www.othmar-karas.at.
Mit freundlichen Grüßen,
Othmar Karas
_____________________________
Mag. Othmar Karas, M.B.L.-HSG
Member of the European Parliament
Vice-president EVP-ED-Group
European Parliament, ASP 9E 258
Rue Wiertz 60
B-1047 Bruxelles
Tel.: +32 2 283 7627
Fax: +32 2 284 9627
okaras-assistant2@europarl.eu.int
www.othmar-karas.at
-----Original Message-----
From: Friedrich Stockhammer [mailto:fritz@stockhammer.at]
Sent: 01 March 2005 13:57
To: maria.berger@europerg.co.at; BOESCH Herbert; ETTL Harald; KARAS
Othmar; MARTIN Hans-Peter; a.moelzer@aon.at; PRETS Christa; RACK
Reinhard; RESETARITS Karin; RUBIG Paul; SCHEELE Karin; SCHIERHUBER
Agnes; STENZEL Ursula; hannes.swoboda@spoe.at
Cc: Friedrich Stockhammer; burvie@cec.eu.int
Subject: Softwarepatente - Einführung entgegen den EU
Parlamentsbeschluss!?
Importance: High
Sehr geehrte Damen und Herren,
Sie sind unsere gewählten österr. EU Abgeordnete! Ich sende Ihnen
hiermit ein eMail in dem ich meinen Ärger und Frust über den Ablauf
des "Durchwinkens" der Softwarepatente entgegen den Beschluss des EU
Parlaments durch die EU Kommission kundtue.
Wie heute bei Heise und bei NoSoftwarePatents
http://www.nosoftwarepatents.com/de/m/intro/index.html
http://www.heise.de/newsticker/meldung/56890
zu lesen ist, besteht der Rat im Gegensatz zu einen Beschluss der
EU Parlaments auf die Einführung von Softwarepatenten!
........................ |
|
eMail von mir an
Fr. Maria Berger
Von: Friedrich Stockhammer [fritz@stockhammer.at]
Gesendet: Mittwoch, 02. März 2005 11:27
An: maria.berger@europerg.co.at
Cc: Friedrich Stockhammer
Betreff: Fwd: Softwarepatente - Einführung entgegen den EU Pa
Wichtigkeit: Hoch
Kennzeichnung: Follow up
Kennzeichnungsstatus: Orange
Sehr geehrte Fr. Dr. Berger,
danke für Ihr Engagement!
http://www.heise.de/newsticker/meldung/55878
Softwarepatentrichtlinie: EU-Parlament verlangt Neustart des Verfahrens
Die Koordinatoren des federführenden Rechtsausschusses des
EU-Parlaments haben heute Abend im Verfahren rund um die geplante
Richtlinie über die Patentierbarkeit "computerimplementierter
Erfindungen" die Weichen nachdrücklich auf Neustart gestellt. "Wir
haben praktisch einstimmig mit nur zwei Enthaltungen beschlossen,
dass unser Präsident bei der Kommission eine Rekonsultation
beantragt", erklärte SPE-Koordinatorin Maria Berger nach der rund
dreistündigen Sitzung gegenüber heise online. Sobald
Parlamentspräsident Josep Borrell Fontelles dem Drängen des
Rechtsausschusses nachkommt, ist die Kommission aufgefordert, sich
erneut mit der Richtlinie zu befassen. Konkret soll die Kommission
ihren ursprünglichen Richtlinienvorschlag entweder noch einmal an
das EU-Parlament übersenden oder einen neuen vorlegen. ...ff...
Bitte nicht locker lassen! Wir wollen keine USA Rechtsverhältnisse
in Europa!
PS: Ich werde Ihre Homepage http://www.spe.at/berger/ öfters
besuchen!
----------------------------------------------
This is a forwarded message
From: Friedrich Stockhammer <fritz@stockhammer.at>
To: maria.berger@europerg.co.at, hboesch@europarl.eu.int, hettl@europarl.eu.int,
<okaras@europarl.eu.int>, <hpmartin@europarl.eu.int>, <a.moelzer@aon.at>,
<cprets@europarl.eu.int>, <rrack@europarl.eu.int>, <kresetarits@europarl.eu.int>,
<pruebig@europarl.eu.int>, <kscheele@europarl.eu.int>, <aschierhuber@europarl.eu.int>,
<ustenzel@europarl.eu.int>, <hannes.swoboda@spoe.at>
Date: Tuesday, March 1, 2005, 1:57:11 PM
Subject: Softwarepatente - Einführung entgegen den EU Parlament
===8<==============Original message text===============
Sehr geehrte Damen und Herren,
Sie sind unsere gewählten österr. EU Abgeordnete! Ich sende Ihnen
hiermit ein eMail in dem ich meinen Ärger und Frust über den Ablauf
des "Durchwinkens" der Softwarepatente entgegen den Beschluss des EU
Parlaments durch die EU Kommission kundtue.
Wie heute bei Heise und bei NoSoftwarePatents
http://www.nosoftwarepatents.com/de/m/intro/index.html
http://www.heise.de/newsticker/meldung/56890
zu lesen ist, besteht der Rat im Gegensatz zu einen Beschluss der
EU Parlaments auf die Einführung von Softwarepatenten!
Ich bin von der "Demokratiefreundlichkeit" der EU Gremien bitter
enttäuscht!! Ich, als einer der den EU Betritt befürwortet habe,
denke immer öfters daran - das ich, wenn es einmal eine
Austrittsbewegung gibt - ich diese befürworten würde!
|
eMail von mir an die PolitikerInnen
Von: Friedrich Stockhammer [fritz@stockhammer.at]
Gesendet: Dienstag, 01. März 2005 13:57
An: maria.berger@europerg.co.at; hboesch@europarl.eu.int;
hettl@europarl.eu.int; okaras@europarl.eu.int; hpmartin@europarl.eu.int;
a.moelzer@aon.at; cprets@europarl.eu.int; rrack@europarl.eu.int;
kresetarits@europarl.eu.int; pruebig@europarl.eu.int;
kscheele@europarl.eu.int; aschierhuber@europarl.eu.int;
ustenzel@europarl.eu.int; hannes.swoboda@spoe.at
Cc: Friedrich Stockhammer; burvie@cec.eu.int
Betreff: Softwarepatente - Einführung entgegen den EU Parlament
Wichtigkeit: Hoch
Kennzeichnung: Follow up
Kennzeichnungsstatus: Orange
Sehr geehrte Damen und Herren,
Sie sind unsere gewählten österr. EU Abgeordnete! Ich sende Ihnen
hiermit ein eMail in dem ich meinen Ärger und Frust über den Ablauf
des "Durchwinkens" der Softwarepatente entgegen den Beschluss des EU
Parlaments durch die EU Kommission kundtue.
Wie heute bei Heise und bei NoSoftwarePatents
http://www.nosoftwarepatents.com/de/m/intro/index.html
http://www.heise.de/newsticker/meldung/56890
zu lesen ist, besteht der Rat im Gegensatz zu einen Beschluss der
EU Parlaments auf die Einführung von Softwarepatenten!
Ich bin von der "Demokratiefreundlichkeit" der EU Gremien bitter
enttäuscht!! Ich, als einer der den EU Betritt befürwortet habe,
denke immer öfters daran - das ich, wenn es einmal eine
Austrittsbewegung gibt - ich diese befürworten würde!
Es ist nicht nur die Sache um die "Softwarepatente" es sind viele
andere Punkte wie zu Beispiel:
* Die geplante Einführung der Dienstleistungsfreiheit!
* Die bevorzugte Gesetzgebung für die Medienindustrie - was
da in Deutschland abläuft entspricht NICHT meinen
Rechtsverständniss.
Ich ersuche Sie dringend dieses eMail und meine Homepage (gebe zu -
durch sich überstürzende Ereignisse etwas unstrukturiert) in aller
Ruhe durchzulesen:
http://www.stockhammer.at/netzpolitik/
SO kann es nicht weitergehen! SO kann man nicht mit mündigen
Bürgern "umspringen"!
This is a forwarded message
From: Friedrich Stockhammer <fritz@stockhammer.at>
To: burvie@cec.eu.int
Date: Monday, February 28, 2005, 1:46:33 PM
Subject: Fwd: Entscheidung ueber Softwarepatente
===8<==============Original message text===============
Sehr geehrte Damen und Herren,
wie ich eben durch Bekannten aus dem Internet erfahren habe, soll die
EU Kommission entgegen dem Beschluss der EU Parlaments die
Einführung der Softwarepatente "durchwinken".
Diese (Vor-)Entscheidung sei letzte Woche in der Kommission auf
Vorschlag
des EU-Binnenmarktkommissars McCreevy gefallen. McCreevy ist so etwas
wie eine Marionette von Microsoft:
http://www.nosoftwarepatents.com/phpBB2/viewtopic.php?t=390
Es darf nicht sein, dass die EU-Kommission nur auf Betreiben von Firmen
wie Microsoft den Willen unserer gewaehlten Vertreter in den Wind
schlaegt!
|
|
eMail von mir an
die PolitikerInnen
Von: Friedrich Stockhammer [fritz@stockhammer.at]
Gesendet: Montag, 28. Februar 2005 13:47
An: burvie@cec.eu.int
Cc: Friedrich Stockhammer; 'Maria Berger'; okaras@europarl.eu.int;
martin.bartenstein@oevp.at; othmar.horvath@bmwa.gv.at;
leserbriefe@derStandard.at; anfrage@oevp.at; Andrea.Deimel@bmwa.gv.at;
'Anne-Catherine Simon'; heike.trammer@fpoe.at; franz.grossmann@fpoe.at;
hannes.swoboda@spoe.at; jswoboda@europarl.eu.int; Karin.Scheele@spoe.at;
sonja.kothe@spoe.at; herta.straka@spoe.at; 'Rendl Andreas';
joerg.haider@fpoe-ktn.at; 'Team ÖVP'; 'Herbert Boesch'; 'Harald Ettl';
Alfred.Gusenbauer@spoe.at; jvoggenhuber@europarl.eu.int; 'Daniela
Raschhofer'; fritz@stockhammer.at; karl-heinz.grasser@bmf.gv.at;
friedrich.verzetnitsch@oegb.at; Dr.Leitl
Betreff: Fwd: Entscheidung ueber Softwarepatente
Wichtigkeit: Hoch
Sehr geehrte Damen und Herren,
wie ich eben durch Bekannten aus dem Internet erfahren habe, soll die
EU Kommission entgegen dem Beschluss der EU Parlaments die
Einführung der Softwarepatente "durchwinken".
Diese (Vor-)Entscheidung sei letzte Woche in der Kommission auf
Vorschlag
des EU-Binnenmarktkommissars McCreevy gefallen. McCreevy ist so etwas
wie eine Marionette von Microsoft:
http://www.nosoftwarepatents.com/phpBB2/viewtopic.php?t=390
Es darf nicht sein, dass die EU-Kommission nur auf Betreiben von Firmen
wie Microsoft den Willen unserer gewaehlten Vertreter in den Wind
schlaegt!
Es darf nicht sein, dass ein EU-Kommissar skrupellos die Interessen
seines eigenen Landes vertritt und damit Europa im Ganzen schadet!
Ich war immer ein Befürworter der EU - aber wie die EU Kommission mit
den Grundsätzen der Demokratie umspringt kann ich NICHT befürworten!
Bitte legen Sie hier scharfen Protest seitens Österreich ein!!
Wenn Sie den nachfolgenden Beitrag lesen, werden Sie ahnen in welche
Richtung die Einführung der Softwarepatente auch in Europa gehen
wird:
http://www.zeit.de/2005/09/Patentj_8ager_neu
Patente DIE ZEIT 24.02.2005 Nr.9
In der Grauzone
Trickreiche Patentjäger pressen amerikanischen Unternehmen
Millionensummen ab. Jetzt kommen sie nach Europa
Von Thomas Fischermann
Niemand soll glauben, Paul Ryan meine es nicht ernst. »Wir legen
großen Wert darauf, eine Reputation aufzubauen«, sagt der Anwalt aus
Kalifornien. Es ist ihm wichtig, dass dieser Teil des Interviews
gewissenhaft notiert wird. »Wir stehen in dem Ruf, niemals locker zu
lassen. Uns zu ignorieren kann sehr teuer werden.« ...ff... (ein
sehr interessanter Artikel)
Meine Linksammlung zu diesen Thema:
http://www.stockhammer.at/netzpolitik/
------------------------------------
This is a forwarded message
From: Friedrich Stockhammer <fritz@stockhammer.at>
To: KARAS Othmar <okaras@europarl.eu.int>, <wolfgang.schuessel@oevp.at>,
"'SCHÜSSEL, Wolfgang'" <wolfgang.schuessel@bka.gv.at>
Date: Friday, February 11, 2005, 12:46:02 PM
Subject: Entscheidung ueber Softwarepatente naechsten Donnerstag in
Bruessel
===8<==============Original message text===============
Sehr geehrter Herr Dr. Schüssel, sehr geehrte EU Abgeordnete,
sehr geehrte Damen und Herren!
Ich ersuche dringend die österr. Bundesregierung und die österr. EU
Abgeordneten sich dagegen zu wenden, dass die
Softwarepatent-Richtlinie auf die Tagesordnung einer
Ministerratssitzung kommt, zumindest nicht, bevor die Kommission die
Anfrage des Europäischen Parlaments beantwortet hat, und sich für
eine Neuverhandlung im Rat einzusetzt!
Es fordern immer mehr EU Länder-Parlamente einen Neubeginn und neue
Verhandlungen. Bitte schliessen Sie sich dem an!
Sie helfen damit allen kleineren Software-Unternehmen und auch den
kommerziellen und privaten Anwendern von Open Source Software. Nur
eine von Patenten freie Softwareentwicklung fördert eine rasche
Weiterentwicklung und schafft langfristig vermehrt High-Tech
Arbeitsplätze.
Das bestehende Urheberrecht alleine reicht zum Schutz vor Plagiaten!
........................ |
Top
Mein eMail vom 11. Februar 2005
und Antworten |
|
eMail von mir an
die PolitikerInnen
Von: Friedrich Stockhammer [fritz@stockhammer.at]
Gesendet: Freitag, 11. Februar 2005 12:46
An: KARAS Othmar; wolfgang.schuessel@oevp.at; 'SCHÜSSEL, Wolfgang'
Cc: 'Maria Berger'; okaras@europarl.eu.int; martin.bartenstein@oevp.at;
othmar.horvath@bmwa.gv.at; leserbriefe@derStandard.at; anfrage@oevp.at;
Andrea.Deimel@bmwa.gv.at; 'Anne-Catherine Simon'; heike.trammer@fpoe.at;
franz.grossmann@fpoe.at; hannes.swoboda@spoe.at;
jswoboda@europarl.eu.int; Karin.Scheele@spoe.at; sonja.kothe@spoe.at;
herta.straka@spoe.at; 'Rendl Andreas'; joerg.haider@fpoe-ktn.at; 'Team
ÖVP'; 'Herbert Boesch'; 'Harald Ettl'; Alfred.Gusenbauer@spoe.at;
jvoggenhuber@europarl.eu.int; 'Daniela Raschhofer';
fritz@stockhammer.at; karl-heinz.grasser@bmf.gv.at;
friedrich.verzetnitsch@oegb.at; Dr.Leitl
Betreff: Entscheidung ueber Softwarepatente naechsten Donnerstag in
Bruessel
Wichtigkeit: Hoch
Sehr geehrter Herr Dr. Schüssel, sehr geehrte EU Abgeordnete,
sehr geehrte Damen und Herren!
Ich ersuche dringend die österr. Bundesregierung und die österr. EU
Abgeordneten sich dagegen zu wenden, dass die
Softwarepatent-Richtlinie auf die Tagesordnung einer
Ministerratssitzung kommt, zumindest nicht, bevor die Kommission die
Anfrage des Europäischen Parlaments beantwortet hat, und sich für
eine Neuverhandlung im Rat einzusetzt!
Es fordern immer mehr EU Länder-Parlamente einen Neubeginn und neue
Verhandlungen. Bitte schliessen Sie sich dem an!
Sie helfen damit allen kleineren Software-Unternehmen und auch den
kommerziellen und privaten Anwendern von Open Source Software. Nur
eine von Patenten freie Softwareentwicklung fördert eine rasche
Weiterentwicklung und schafft langfristig vermehrt High-Tech
Arbeitsplätze.
Das bestehende Urheberrecht alleine reicht zum Schutz vor Plagiaten!
--------
Dies ist laut meinen Informationen geplant:
- Der EU-Ministerrat plant, seine veraltete "politische
Übereinkunft" an einem Treffen der EU-Finanzminister
am 17. Februar anzunehmen, diesmal beim Treffen der
Wirtschafts- und Finanzminister. Diesmal kann von Polen
keine erneute Initiative zur Blockade dieses Ansinnens
erwartet werden. Nun müssen andere Mitgliedsstaaten die
Absetzung dieses Punktes von der Tagesordnung verlangen (wobei
sie allerdings mit der Unterstützung Polens rechnen können).
- Falls die Richtlinie vom Rat verabschiedet wird, könnte die
Kommission verkünden, dass sie einen Neustart des
Gesetzgebungsverfahrens für unnötig halte.
- Ebenfalls am 17. Februar findet die "Konferenz der
Präsidenten" (Parlamentspräsident und Ausschussvorsitzende)
im Europaparlament statt. Dort wird die Neustart-Empfehlung
des Rechtsausschusses eingebracht. Es ist nicht sicher, ob
die Konferenzteilnehmer auch gegen den offenen Widerstand von
Kommission und Rat entscheiden werden, der Neustart-Empfehlung
zu folgen.
Aktuelle Meldungen zu diesen Thema finden Sie auf:
http://www.stockhammer.at/netzpolitik/
--
Liebe Grüsse, best regards,
Friedrich Stockhammer mailto:fritz@stockhammer.at
http://www.stockhammer.at/ |
|
Antwort von Othmar
Karas
Von: KARAS Othmar [okaras@europarl.eu.int]
Gesendet: Mittwoch, 05. Jänner 2005 15:59
An: Friedrich Stockhammer
Betreff: RE: Entscheidung über Software-Patent-Richtlinie
Kennzeichnung: Follow up
Kennzeichnungsstatus: Orange
Sehr geehrter Herr Stockhammer!
Ihre Email wurde vom der ÖVP-Bundespartei an unser Büro weitergeleitet,
da ich mich bereits in der ersten Lesung des Rechtsaktes erfolgreich für
wesentliche Veränderungen des Kommissionsvorschlages eingesetzt habe.
Grundsätzlich ist eine Richtlinie, die die einheitliche Rechtsanwendung
durch Patentämter und Patentgerichte regelt, im Interesse eines
funktionierenden Binnenmarktes, zur Schaffung von Rechtssicherheit und
zur Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen zu begrüßen. Dies ist schon
alleine deshalb ein wichtiger Schritt, um der gegenwärtigen Praxis des
Europäischen Patentamts, welches bereits entgegen des Wortlauts des
Artikels 52 des Europäischen Patentübereinkommens nahezu 30.000 Patente
auf reine Software erteilt hat, einen Riegel vorzuschieben.
Nicht zuletzt wegen der zahlreichen engagierten Schreiben von
Betroffenen aus der Branche, bin ich mir der Problematik im Zusammenhang
mit einer möglichen Erteilung von Patenten auf computerimplementierte
Erfindungen durchaus bewusst.
Der im Europäischen Parlament sehr kontrovers diskutierte
Richtlinienentwurf zur Patentierbarkeit computerimplementierter
Erfindungen kam im Herbst 2003 zur Abstimmung im EP. Mit 40 Änderungen
hat das Europäische Parlament dem Gesetzesentwurf zugestimmt, jedoch
forderte das Parlament erhebliche Einschränkungen des zu weit reichenden
Kommissionsvorschlages. Insbesondere Vertreter österreichischer Klein-
und Mittelbetriebe fürchteten fatale Auswirkungen auf die heimische
Softwareindustrie, würde Standardsoftware künftig patentierbar gemacht.
Ich habe in dieser Phase massiv an der Überarbeitung der Richtlinie
mitgewirkt und dieser in der jetzigen Form zugestimmt, denn das
Parlament hat klar gemacht: Das US-amerikanische Modell der generellen
Patentierbarkeit von Software hat in Europa keine Chance. So dürfen laut
Parlamentsbeschluss Geschäftsmethoden, Algorithmen, reine Software sowie
Datenverarbeitung nicht patentiert werden. Für computergestützte
Erfindungen ist die Patentierbarkeit nur dann möglich, wenn sie einen
technischen Beitrag auf einem Gebiet der Technik leisten, welches als
"gewerbliches Anwendungsgebiet, das zur Erreichung vorhersehbarer
Ereignisse der Nutzung kontrollierbarer Kräfte der Natur bedarf"
definiert ist. Auch die Organisation von Daten auf einer Festplatte
(z.B. Komprimierungsprogramm) kann nicht geschützt werden.
Der vom Europäischen Parlament so modifizierte Entwurf ist gut geeignet,
die erforderlichen Grenzen zu ziehen und legt einen vernünftigen Rahmen
für die Patentierbarkeit computerimplementierter Erfindungen fest.
Diese Richtlinie wird im so genannten Mitentscheidungsverfahren
beschlossen. Das heißt, dass in diesem Verfahren der Rat gemeinsam mit
dem Parlament über den Gesetzesvorschlag entscheidet. Am 18.05.2004 kam
es zu einer politischen Einigung im Rat, bei der einer Version der
Richtlinie mit qualifizierter Mehrheit zugestimmt wurde, die vom
Parlament mit einer umfassenden Serie von Änderungsanträgen abgelehnt
wurde. Deutschland, Belgien und Dänemark konnten sich im Rahmen der
Sitzung nicht mit ihren Einwänden durchsetzen. Österreich hat sich
seiner Stimme enthalten, Wirtschaftsminister Bartenstein hielt sich
damit zumindest nicht an die vom Verkehrsministerium erarbeitete
Position, in der Softwarepatente begrüßt werden.
Nach Änderungen der politischen Position mehrerer Länder hatte der
Vorschlag allerdings keine qualifizierte Mehrheit mehr, jedoch wollte
der Rat auf Grundlage der Mehrheit entscheiden, die am 18. Mai bestand.
In einer unerwarteten Wendung nahm der EU-Rat in seiner am 17. Dezember
2004 stattfindenden Sitzung den eigentlich zur Verabschiedung
vorgesehenen Vorschlag von der Tagesordnung. Der polnische
Staatssekretär Wlodzimierz Marcinski bat um zusätzliche Zeit, um eine
"konstruktive Erklärung" formulieren zu können. Der Ratsvorsitzende
folgte dieser Bitte, da kein anderes Land Einwände anmeldete.
Die Richtlinie kann jedoch nur mit der Zustimmung des Europäischen
Parlaments verabschiedet werden, daher wird die Richtlinie in zweiter
Lesung behandelt werden, sobald der Gemeinsame Standpunkt des Rates
formal beschlossen wird.
Ich selbst werde in der Plenarsitzung am 13. Jänner 2005 eine Anfrage an
den Rat richten, wie er gedenkt, hinsichtlich der mangelnden Mehrheit
für den Gemeinsamen Standpunkt weiter vorzugehen.
Mit besten Grüßen
Othmar Karas
Weitere Information finden Sie unter www.othmar-karas.at .
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Mag. Othmar Karas, M.B.L.-HSG
Member of the European Parliament
Vice-president EVP-ED-Group
European Parliament, ASP 9E 258
Rue Wiertz 60
B-1047 Bruxelles
Tel.: +32 2 284 7627
Fax: +32 2 284 9627
okaras@europarl.eu.int
www.othmar-karas.at
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From: swpat-bounces@ffii.org [mailto:swpat-bounces@ffii.org] On Behalf
Of Friedrich Stockhammer
Sent: 02 January 2005 23:01
To: wolfgang.schuessel@oevp.at; SCHÜSSEL@lexsmtp1.europarl.eu.int;
Wolfgang'; IMB Recipient 1
Cc: 'Rendl Andreas'; Alfred.Gusenbauer@spoe.at; sonja.kothe@spoe.at;
herta.straka@spoe.at; 'Robert Menasse'; ETTL Harald; VOGGENHUBER
Johannes; 'Daniela Raschhofer'; Karin.Scheele@spoe.at; heike.trammer@fpoe.at;
franz.grossmann@fpoe.at; SWOBODA Johannes; anfrage@oevp.at;
Andrea.Deimel@bmwa.gv.at; 'Team ÖVP'; leserbriefe@derStandard.at; BOESCH
Herbert; 'Anne-Catherine Simon'; KARAS Othmar; joerg.haider@fpoe-ktn.at;
martin.bartenstein@oevp.at; 'Maria Berger'; othmar.horvath@bmwa.gv.at;
hannes.swoboda@spoe.at
Subject: Entscheidung über Software-Patent-Richtlinie
Importance: High
Offener Brief an die österreichische Bundesregierung
Stockerau, den 19. Dezember 2004
Entscheidung über Software-Patent-Richtlinie
Sehr geehrter Herr Dr. Schüssel,
Am Montag und Dienstag finden Sitzungen der EU-Ministerräte für Umwelt
und Fischerei statt.
Auf der Liste der A-Punkte, die automatisch mit der Annahme der
Tagesordnung angenommen werden, soll die Software-Patent-Richtlinie KOM
2002/0047 (KOD) über die „Patentierbarkeit computerimplementierter
Erfindungen“ stehen.
Diese Liste darf nicht angenommen werden.
Greifen Sie bitte ein, wenn vom Ratsvorsitzenden nach Annahme der
A-Punkt-Liste gefragt wird (gleich anfangs), und verlangen Sie, die
Annahme der Ratsttexte zur Richtlinie KOM 2002/0047 von der Liste der
A-Punkte zu nehmen.
Unterstützung ist von ES, IT, PL, AT, BE, LV zu erwarten.
Denkbar ist eine Umwandlung in einen B-Punkt mit Neuabstimmung oder eine
Verschiebung, wobei letztere angemessener ist.
Der COREPER-Beschluss, die Software-Patent-Richtlinie zur Annahme ohne
Diskussion und Abstimmung freizugeben, widerspricht der Geschäftsordnung
des Rates der EU sowie dem Amsterdamer Vertrag hinsichtlich der
Unterrichtung der einzelstaatlichen Parlamente.
Begründung für die Streichung von der A-Punkt-Liste:
Polens Regierung hat im Mai und erneut Anfang November bekräftigt, dass
sie den Ratsvorschlag nicht unterstützen kann. Damit fehlt dem
Ratsvorschlag aufgrund der seit 1. November geltenden Stimmengewichtung
eine qualifizierte Mehrheit.
Auch die Niederlande sind durch ihr Parlament zur Enthaltung
aufgefordert worden, was ebenfalls (auch ohne Polen) bedeutet, dass der
derzeitige Ratsentwurf bei einer Neuabstimmung keine qualifizierte
Mehrheit mehr finden dürfte.
Weder Polen noch die Niederlande haben seit dem ersten November ihre
Unterstützung für den Ratstext erklärt.
Die Neuabstimmung ist nötig, da die Geschäftsordnung des Rates eine
qualifizierte Mehrheit zum Zeitpunkt der offiziellen Verabschiedung
verlangt.
Der Gesetzestext des Rates ist von allen Fraktionen des Deutschen
Bundestags als unzureichend kritisiert worden. Er genügt insbesondere
nicht den Anforderungen an Klarheit und Ausgewogenheit, die an einen
Gesetzesentwurf mit dermaßen weit reichender Bedeutung gestellt werden
müssen.
Hinzu kommt, dass die zum Ratsentwurf gehörigen Erklärungsdokumente erst
vor kurzem verfügbar wurden, so dass die nötige sechs-Wochen-Frist zur
Konsultation nationaler Gremien zum Zeitpunkt der Ratssitzung erst zur
Hälfte verstrichen sein wird.
Wie wichtig dies ist, zeigt bereits die nach der COREPER-Sitzung (15.
Dezember) eilig einberufene Sondersitzung des niederländischen
Parlaments.
Inhaltlich ist abzusehen, dass die erst kürzlich vorgelegte Begründung
des Ratsentwurfs als inakzeptabel bewertet werden muss.
Das Ratspapier lehnt wesentliche Änderungen vom Beschluss des
Europaparlaments ab mit der Begründung, sie seien „nicht mit TRIPs
vereinbar“ oder spiegelten nicht die „gängige Praxis“ wieder.
Die schriftlich dokumentierte Auffassung der Bundestagsfraktionen hält
dem ersten Argument entgegen, dass TRIPs ausdrücklich
Urheberrechtsschutz für Software verlangt, nicht aber eine Ausdehnung
des Patentwesens auf Software.
Zweitens ist den sowohl vom Justizministerium als auch von den
Bundestagsfraktionen geäusserten Sorgen über die Erteilungspraxis des
Europäischen Patentamtes zu entnehmen, dass die „gängige Praxis“ eben
das ist, was durch die Richtlinie kontrolliert werden soll, nicht das,
woran die Richtlinie angepasst werden muss.
Das Protokoll über die Rolle der nationalen Parlamente im Amsterdamer
Vertrag ermutigt ausdrücklich zu einer Beteiligung der nationalen
Parlamente am EU-Gesetzgebungsprozess und sieht keineswegs vor, den
Ministerrat davon auszunehmen.
Vor diesem Hintergrund ist es unzulässig, die Einbringung der
Standpunkte mehrerer nationaler Parlamente (NL und DE) in die
Entscheidungsfindung des Rates behindern zu wollen.
Fazit: Ohne Neuabstimmung und Einbringung der Standpunkte der Parlamente
von NL und DE in die Entscheidungsfindung sind die derzeitigen Ratstexte
nicht legitimiert.
Jeder Versuch einer Verabschiedung ohne Legitimation ist mit der
Geschäftsordnung des Rates der EU nicht vereinbar.
Ich werde diesen Brief und die Antworten auf meiner Homepage
veröffentlichen:
http://www.stockhammer.at/netzpolitik/
--
Mit freundlichen Gruessen - Yours sincerely
Friedrich Stockhammer , FS513795-NICAT
http://www.stockhammer.at/
Member of the WUG http://www.wug.at/ |
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